Die Pflege und Betreuung von beatmungspflichtigen Menschen erfordert Intensität und Kontinuität.

Grundlage unseres ganzheitlich orientierten Behandlungskonzeptes ist die in interdisziplinärer Kooperation durchgeführte, aktivierende und individuell an den Bewohner angepasste Pflege. Dazu zählt die Unterstützung und Förderung der Bewegungsabläufe, der Mobilität und Selbstaktivierung ebenso wie die Unterstützung und Förderung bei der Aufnahme basaler, taktiler, visueller und auditiver Reize sowie Riechen und Schmecken.

Konkret sind das Maßnahmen auf der Basis des Bobath- und Affolter-Konzeptes. Als weitere Förderkonzepte können die basale Stimulation und fazioorale Therapie zum Einsatz kommen.

Soweit es die Beatmungspflicht erlaubt, sollen die Bewohner ihre Freizeit selbständig gestalten. Allerdings kommt es häufig zu einem massiven Interessenverlust und einer deutlichen Antriebsminderung. In unserem Haus werden die Betroffenen durch Anleitung der Pflegenden und eine feste Tagesstruktur zu einer eigenständigen Tagesgestaltung geführt. Das Angebot enthält einfache Beschäftigungsmaßnahmen, Informationen zu tagespolitischen Ereignissen und auch die Förderung kreativer Fähigkeiten.

Zielsetzung ist, durch therapeutische und pflegerische Maßnahmen die größtmögliche Selbständigkeit im Alltag zu erreichen, die die Abhängigkeit vom Respirator erlaubt. Wir machen es uns zur Aufgabe, den beatmungs- und pflegebedürftigen Menschen, dessen häusliche Pflege nicht möglich oder gesichert ist, aufzunehmen und individuell zu betreuen.