Hohe Anforderungen an Patienten und Personal

Fortlaufende Verbesserung des Rettungswesens und der Intensivmedizin lassen stetig die Zahl von Menschen wachsen, die auch schwere Schäden des zentralen Nervensystems inklusive sonstiger neurologischer Erkrankungen überstehen. Neben Menschen mit Folgezuständen nach Hirngefäßerkrankungen gibt es in zunehmender Zahl Patienten, die infolge von Schädel-Hirn-Traumata, Rückenmarksverletzungen, hypoxischer Hirnschädigung, entzündlicher Erkrankungen des ZNS und Hirntumoren zumeist langwieriger stationärer Rehabilitation und späterer Anschlussversorgung bedürfen.

Trotz erfolgreicher rehabilitativer Bemühungen kann bei diesem Klientel die berufliche und soziale Reintegration häufig nicht mehr erreicht werden. Maßgeblich dafür sind mitunter ausgeprägte Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit und auch Störungen im Bereich des Sozialverhaltens. Diese Menschen sind zum Teil desorientiert, leiden sehr unter kognitiven und emotionalen Störungen, die sich auch erheblich auf das Verhalten und ihre Fähigkeiten zu eigenständiger Lebensführung auswirken. Ein nicht geringer Teil der Betroffenen hat nur begrenzte oder keine Einsicht in die eigenen Defizite und kann deshalb Einschränkungen für die künftige Lebensführung nicht oder noch nicht einsehen.

Hinzu kommt, dass diese Menschen oft an einer maximalen Einschränkung der Motorik leiden, die eine Selbstversorgung unmöglich macht, und es besteht oft eine Überwachungsnotwendigkeit, die im häuslichen Umfeld nur schwer zu realisieren ist. Der meist sehr hohe Aufwand an spezieller Behandlungspflege erfordert in aller Regel die Pflegeübernahme durch geschulte Pflegefachkräfte.