Die großen, freundlichen Zimmer in den Wohngruppen – überwiegend Einzelzimmer – sind mit behindertengerechten Bädern ausgestattet und können auf Wunsch selbst möbliert und dekoriert werden. Die Mitarbeiter helfen den Bewohnern, sie weitgehend selbst sauber und in Ordnung zu halten. Zusätzlich zu Einzelbädern steht ein großes Stationsbad zur Verfügung. In einem großzügigen Wohn-Essraum mit integrierter Küche werden Frühstück und Abendessen vorbereitet und alle Mahlzeiten gemeinsam eingenommen. Zur Vor- und Nachbereitung von Frühstück und Abendbrot gehören Planen, Einkaufen, Tisch decken, Abräumen, Abwaschen. Auch beim Mittagessen gehören Tisch decken und Abräumen zu den Pflichten aller Bewohner. Das Mittagessen wird von der Küche der Neurologischen Klinik Westend geliefert; bei Interesse kann jedoch selbst gekocht werden – einzeln oder in der Gruppe. Zusätzlich sind kleinere Aufenthaltsbereiche sowie ein Innenhof vorhanden, in denen man sich zu gemeinsamen Unternehmungen treffen kann.

Angepasst an die Interessen und Möglichkeiten des Einzelnen werden in Absprache mit den Bewohnern und gegebenenfalls

  • Die Wiedererlangung von Basisfähigkeiten des täglichen Lebens wie eigenständig aufstehen, sich waschen, anziehen, den Tag planen, nach dem Plan selbständig handeln, bei Bedarf flexibel disponieren, Essen zubereiten, Tisch decken, abräumen, Kleidung / Zimmer in Ordnung halten, sich im Wohnumfeld orientieren, mit Geld eigenverantwortlich umgehen, soziale Kontakte gestalten, Konflikte lösen etc.
  • Die Förderung der Fähigkeit zu betreutem Wohnen oder Wohnen in einer eigenen Wohnung, falls die Wiedereingliederung in die Ursprungsfamilie nicht gelingt oder keine Familie vorhanden ist
  • Die Verbesserung der sozialen Wahrnehmung und Förderung sozialer Kompetenz
  • Die Förderung einer adäquaten Selbsteinschätzung mit dem Ziel, die Folgen der Erkrankung psychisch zu verarbeiten und eine neue realistische Lebensperspektive zu entwickeln
  • Die Wiedererlangung von Basisfertigkeiten für berufliche Tätigkeiten wie Pünktlichkeit, Ordnung und Ausdauer
  • Gegebenenfalls Einübung von konkreten beruflichen Fertigkeiten im Rahmen der Arbeitstherapie oder in Praktika in Betrieben
  • Gegebenenfalls die Wiedererlangung von Fertigkeiten aus früheren beruflichen Beschäftigungen